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Nettoyant Cuir

(17 produits)
Lederreiniger lösen bei Detailing1 Hautfett, Staub und Farbabrieb von der pigmentierten Deckschicht des Fahrzeugleders, ohne sie anzugreifen. Das Sortiment ist nach Stärke gestaffelt: milde Reiniger für die Routine, starke gegen Jeansabfärbung und Nikotinfilm sowie Spezialreiniger für empfindliches Anilin- und Nubukleder. Marken sind COLOURLOCK, SONAX, GYEON, CarPro, Koch-Chemie und Meguiar's.

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  • Lederreiniger lösen Hautfett ohne die Zurichtung anzugreifen

    Was macht ein Lederreiniger? Er löst Hautfett, Schmutz und Farbabrieb von der pigmentierten Deckschicht des Autositzes, ohne sie anzulösen. Normale Innenraumreiniger sind dafür zu tensidstark und ziehen Farbe. Es gibt milde Varianten für die Routine und starke für Jeansabfärbung. Bei Detailing1 liegt der Schwerpunkt auf COLOURLOCK und SONAX.


    Lederreiniger sind pH-eingestellte, tensidarme Reiniger für die Zurichtung von Fahrzeugleder — die dünne pigmentierte Deckschicht, die Farbe und Abriebfestigkeit trägt. Sie holen Hautfett, Staub und Farbabrieb aus der Narbung, ohne das Bindemittel der Zurichtung anzulösen. Der Unterschied zu einem Universalreiniger zeigt sich am Tuch: Nimmt es Farbe an, war das Produkt zu aggressiv.

    • Hautfett ist der eigentliche Gegner. Es dringt in die Zurichtung ein und weicht das Bindemittel über Jahre auf. Der Fahrersitz nimmt bei täglicher Nutzung deutlich mehr davon auf als der Rest des Innenraums — dort lohnt der kürzere Reinigungsrhythmus.
    • Mild und stark sind zwei Produkte, keine Dosierstufen. Der COLOURLOCK „Leather Cleaner" (Mild) deckt die Routine ab, der COLOURLOCK „Leather Cleaner" (Strong) greift bei eingearbeiteter Jeansabfärbung.
    • Reinigen ohne Pflege ist ein halber Arbeitsgang. Jede Reinigung nimmt mit dem Schmutz auch Reste der letzten Konservierung mit. Die passenden Produkte für danach stehen unter Lederpflege.

    Praxistipp von Detailing1: Aus unserer Praxis ist der häufigste Fehler nicht das falsche Produkt, sondern die falsche Bürste. Viele greifen zu einer Bürste mit festen Borsten, weil der Sitz hartnäckig aussieht. Feste Borsten polieren die Narbung jedoch glatt, und die glatte Stelle glänzt danach speckig — ein Schaden, der sich nicht rückgängig machen lässt. Nimm eine weiche Lederbürste mit Naturborsten und arbeite ohne Druck. Die Reinigungswirkung kommt aus dem Schaum und der Einwirkzeit, nicht aus der Mechanik. Wenn ein Durchgang nicht reicht, mach zwei milde statt einen kräftigen.


    Der Reiniger arbeitet auf der Deckschicht

    Fast alles, was im Fahrzeug als Leder wahrgenommen wird, ist pigmentiertes Glattleder — eine Lederhaut mit einer Deckschicht aus Pigment, Bindemittel und Finish darauf. Der Reiniger trifft immer zuerst auf diese Schicht.

    Das ist eine gute Nachricht, weil die Deckschicht wasserabweisend ist. Ein Reiniger zieht also nicht ins Leder ein, sondern bleibt oben, wo der Schmutz sitzt. Genau deswegen funktioniert die Schaumtechnik: Der Schaum liegt auf, löst den Film und wird mit dem Schmutz wieder abgenommen.

    Die schlechte Nachricht ist die Empfindlichkeit derselben Schicht gegenüber starken Tensiden und hohen pH-Werten. Beides löst das Bindemittel an, das die Pigmente hält. Sichtbar wird das am Reinigungstuch, das sich einfärbt — in dem Moment trägst du Farbe ab, nicht Schmutz. Ist die Stelle erst matt, hilft nur noch Nachfärben.

    Lederreiniger sind deshalb im nahezu neutralen pH-Bereich eingestellt und arbeiten mit weniger und milderen Tensiden als ein Innenraumreiniger. Heißt für dich: Sie brauchen etwas mehr Einwirkzeit und mehr Durchgänge, dafür bleibt die Farbe da, wo sie hingehört.

    Ein Detail, das die Materialwahl erklärt: Fahrzeugleder ist chromgegerbt und damit deutlich hitze- und feuchtigkeitsbeständiger als das pflanzlich gegerbte Leder aus der Möbelwelt. Möbelpflegemittel sind auf dieses andere Material abgestimmt und im Auto oft zu fettreich — sie hinterlassen einen Film, der nicht einzieht. Nimm deshalb kein Sattelseifen- oder Möbelprodukt für den Sitz, auch wenn beides Leder heißt.

    Der Grund, warum Hautfett trotzdem entfernt werden muss, liegt in seiner Wirkung. Es dringt langsam in die Zurichtung ein und weicht das Bindemittel auf — der Sitz wird an den Kontaktstellen erst glänzend, dann klebrig, dann brüchig. Reinigung ist damit Substanzschutz, nicht Kosmetik.

    Mild für die Routine und stark für Abfärbung

    Im Sortiment stehen zwei Stärken nebeneinander, und die Wahl richtet sich nach dem Verschmutzungsbild, nicht nach dem Zeitabstand.

    Der milde Reiniger ist das Produkt für den Regelfall: Staub, leichtes Hautfett, Fingerabdrücke. Er kommt zwei- bis viermal im Jahr zum Einsatz und lässt die Zurichtung unberührt. Der GYEON Q²M Leather Cleaner Natural Lederreiniger mild und der COLOURLOCK „Leather Cleaner" (Mild) decken diese Stufe ab.

    Der starke Reiniger ist für das, was der milde stehen lässt: Jeansabfärbung auf hellen Sitzen, eingearbeitetes Hautfett am Lenkrad, Nikotinfilm. Er arbeitet mit höherem Tensidanteil und gehört punktuell eingesetzt, nicht als Standardprodukt. Der GYEON Q²M Leather Cleaner Strong Lederreiniger stark gehört in diese Gruppe.

    Die ehrliche Einordnung dazu: Jeder Durchgang mit einem starken Reiniger kostet ein wenig Zurichtung. Bei hellem Leder ist das trotzdem der richtige Weg, weil die Alternative — eingearbeiteter Farbstoff — dauerhaft bleibt und nur noch mit Nachfärben zu beheben ist. Bei dunklem Leder brauchst du die starke Stufe selten bis nie.

    Zwischen beiden Stufen gibt es einen praktischen Zwischenweg: den milden Reiniger zweimal hintereinander anzuwenden. Zwei milde Durchgänge lösen erstaunlich viel von dem, was ein einzelner stehen lässt, und kosten keine Zurichtung. Erst wenn auch der zweite Durchgang nichts mehr bewegt, ist die starke Stufe gerechtfertigt — und dann punktuell auf der betroffenen Fläche, nicht auf dem ganzen Sitz.

    Schaumreiniger sind die dritte Bauform und für Einsteiger der sicherste Weg, weil der Schaum die Dosierung sichtbar macht. Der SONAX PROFILINE LeatherCleaner Lederreiniger (Schaumreiniger) ist unser bestbevorrateter Artikel dieser Gruppe.

    Anilin und Nubuk vertragen keinen Standardreiniger

    Vor jedem Reinigungsdurchgang steht die Typbestimmung, und sie dauert zehn Sekunden.

    Der Wassertropfen-Test klärt die Frage. Ein Tropfen auf einer verdeckten Stelle, etwa an der Sitzunterseite. Perlt er ab oder bleibt er stehen, hast du pigmentiertes Leder mit intakter Deckschicht und freie Produktwahl. Zieht er ein und die Stelle dunkelt nach, ist es Anilin oder ein offenporiges Leder.

    Anilinleder ist durchgefärbt und trägt keine oder kaum eine Deckschicht. Es fühlt sich wärmer an, nimmt Feuchtigkeit sofort auf und behält jeden Rand, den ein normaler Reiniger hinterlässt. Der COLOURLOCK „Aniline & Nubuck Cleaner" Schonender Reiniger ist der einzige Weg, hier ohne Wasserrand zu arbeiten.

    Nubuk und Alcantara sind aufgeraut. Nass eingerieben legen sich die aufgestellten Fasern flach und glänzen speckig — der Effekt ist derselbe wie bei einer zu harten Bürste auf Glattleder, nur schneller. Hier arbeitest du mit minimaler Feuchtigkeit und bürstest die Faser danach wieder auf.

    Kunstleder und Vinyl brauchen keinen Lederreiniger im engeren Sinn, weil es keine Haut ist, die austrocknen könnte. Für diese Flächen gibt es den Koch-Chemie Allround Leather Cleaner „Alc" Vinyl- Kunstleder- Lederreiniger, der beide Materialien abdeckt.

    Schaum aufbauen und in Abschnitten arbeiten

    Der Ablauf ist immer gleich, und die Reihenfolge verhindert die meisten Fehler.

    Zuerst wird abgesaugt. Sand und Krümel in den Nähten wirken beim Bürsten wie Schleifpapier auf der Zurichtung. Ein weicher Pinsel holt sie aus der Naht, der Sauger nimmt sie auf. Bei perforierten Sitzen mit Belüftung saugst du ab, statt Feuchtigkeit in die Löcher zu drücken — was dort hineinläuft, kommt nicht wieder heraus.

    Dann wird der Reiniger auf einen leicht angefeuchteten Schwamm gegeben und zu Schaum aufgearbeitet. Nie direkt auf den Sitz sprühen — das Produkt läuft in die Nähte, sammelt sich dort und hellt den Faden über die Zeit auf. Der Schaum wird flächig aufgetragen und bleibt oben, wo der Schmutz sitzt.

    Mit der weichen Bürste arbeitest du den Schaum in die Narbung ein, ohne Druck und in kleinen Kreisen. Arbeite in Abschnitten von etwa einem halben Sitz, damit nichts antrocknet. Antrocknender Reiniger hinterlässt einen Rand, der beim nächsten Durchgang mehr Arbeit macht als der ursprüngliche Schmutz.

    Dann nimmst du mit einem sauberen, nur feuchten Mikrofasertuch ab. Kontrolliere das Tuch: Nimmt es Farbe an, ist der Reiniger für dieses Leder zu stark, und du wechselst auf die mildere Stufe. Nimmt es nur Grau an, arbeitest du richtig. Wechsle das Tuch, sobald es gesättigt ist, sonst verteilst du den gelösten Schmutz nur um.

    Zum Schluss trocknen lassen und pflegen. Ein gereinigter Sitz ohne anschließende Rückfettung steht nackter da als vorher, weil die Reinigung auch die Reste der letzten Pflege mitgenommen hat.

    COLOURLOCK ist der Schwerpunkt im Sortiment

    Unser Reinigersortiment ist kleiner als das der Pflegen und dafür feiner abgestuft.

    COLOURLOCK kommt aus der professionellen Lederreparatur und bringt deren Abstufung mit. Das erklärt die Dreiteilung in mild, stark und Anilin — eine Abstufung, die im Massenmarkt selten ist und im Alltag den Unterschied macht, weil du nicht mit einem Kompromissprodukt an drei verschiedene Ledertypen gehst.

    SONAX deckt das mittlere Preissegment ab, mit Schwerpunkt auf Schaumreinigern für einfache Dosierung. Dazu kommt mit dem SONAX PROFILINE WaterSpot Remover Wasserfleckenentferner ein Spezialist für ein Problem, das kein normaler Reiniger löst.

    GYEON trennt sein Sortiment sauber in mild und stark, CarPro, Koch-Chemie und Meguiar's ergänzen mit je ein bis zwei Artikeln. Für Fahrzeuge mit gemischter Ausstattung aus Leder und Stoff gibt es mit dem THE FINISHER „LeatherTexClean" Leder-Textilreiniger ein Produkt, das beide Materialien abdeckt — praktisch bei Sitzen, deren Wangen aus Leder und deren Mittelbahnen aus Stoff bestehen.

    Die Preisspanne liegt eng beieinander, weil Lederreiniger fast durchgehend in 250- oder 500-ml-Gebinden verkauft werden. Der Verbrauch ist gering: Für einen kompletten Innenraum mit Ledersitzen rechnest du je nach Verschmutzung mit 30 bis 60 ml. Eine 500-ml-Flasche reicht damit über mehrere Jahre, und die Wahl zwischen zwei Produkten entscheidet sich eher am Ledertyp als am Preis.

    Einige Artikel im Sortiment sind Pflegesets, die Reiniger und Pflege zusammenfassen. Für den Einstieg sind sie die einfachere Wahl, weil die Abstimmung zwischen beiden Schritten schon getroffen ist.

    Jeansabfärbung Nikotin und Wasserflecken im Detail

    Drei Verschmutzungsarten tauchen bei uns immer wieder auf, und jede braucht ein anderes Vorgehen.

    Jeansabfärbung ist der häufigste Fall bei hellem Leder. Der Farbstoff wandert durch Reibung und Feuchtigkeit in die Zurichtung. Frisch ist er mit dem starken Reiniger gut zu lösen. Nach ein bis zwei Jahren hat er sich so tief eingearbeitet, dass Reinigung nicht mehr reicht und nur eine Farbauffrischung hilft. Wer helles Leder fährt, sollte die Sitzflächen deshalb häufiger reinigen als der Rest des Fahrzeugs es verlangt.

    Nikotinfilm ist zäh und sitzt überall, nicht nur auf den Sitzen. Er lässt sich mit dem starken Reiniger lösen, verlangt aber mehrere milde Durchgänge statt eines aggressiven — und die Behandlung muss Türtafeln, Lenkrad und Dachhimmel einschließen, sonst kommt der Geruch aus den unbehandelten Flächen zurück.

    Wasserflecken entstehen, wenn Feuchtigkeit auf saugfähigem Leder antrocknet und gelöste Salze am Rand zurücklässt. Punktuelles Nachwischen erzeugt meist nur einen zweiten Ring. Was hilft, ist die gleichmäßige Behandlung der ganzen Fläche bis über die nächste Naht hinaus.

    Beim Gebrauchtwagenkauf treffen oft mehrere dieser Fälle zusammen, und dann lohnt eine Reihenfolge. Erst der milde Reiniger über alle Flächen, um die Grundschicht wegzunehmen und zu sehen, was tatsächlich übrig bleibt. Was danach noch sichtbar ist, bekommt gezielt die starke Behandlung. Wer umgekehrt anfängt, arbeitet die starke Stufe über den ganzen Innenraum und kostet Zurichtung an Stellen, die sie nicht gebraucht hätten.

    Ein vierter Fall sind Kugelschreiber und Farbübertrag von Handtaschen. Beide sind lösemittelbasiert und gehen mit wasserbasierten Lederreinigern kaum weg. Hier zählt Schnelligkeit: Frisch ist die Chance gut, nach Wochen praktisch null. Teste jedes Lösemittel vorher an verdeckter Stelle, weil es die Zurichtung genauso anlöst wie die Kugelschreiberpaste.

    Wenn nach der Reinigung die Rückfettung ansteht, findest du sie unter Lederpflege. Die Typbestimmung und der Überblick über beide Schritte stehen unter Leder, für Stoffsitze führt der Weg zu Textil & Polster.

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